Mini Bagger Test: VOTE VTW-12 nach 138 Betriebsstunden

Langzeittest unter realen Arbeitsbedingungen

In diesem Mini Bagger Test zeigen wir unsere Erfahrungen mit dem VOTE VTW-12 nach 138 Betriebsstunden im echten Einsatz. Gekauft haben wir ihn für umfangreiche Arbeiten rund um unser Grundstück. Dabei wurde er unter anderem zum Ausheben von Gräben, Planieren und Einebnen, Versetzen grosser Steine sowie zum Aufbrechen und Entfernen von Beton und Fundamenten eingesetzt.

Durch das ausfahrbare Fahrwerk, den seitlich schwenkbaren Baggerarm und die verschiedenen hydraulischen Anbaugeräte konnten wir den VTW-12 für sehr unterschiedliche Arbeiten einsetzen. In diesem Langzeittest zeigen wir unsere persönlichen Erfahrungen nach 138 Betriebsstunden – inklusive Stärken, Schwächen, Wartung und Reparaturen.

Aktueller Teststatus

Status: 📌 Langzeittest abgeschlossen – 138 Betriebsstunden

Einsatzbereiche:

• Aushub und Grabenarbeiten
• Planieren und Einebnen
• Beton aufbrechen und Fundamente entfernen
• Grosse Steine versetzen
• Arbeiten mit hydraulischer Greifzange
• Einsatz verschiedener Schaufeln und Anbaugeräte
• Wartung, Reparaturen und Verschleiss

Bisherige Betriebsstunden: 138 h

Fazit: Langzeiterfahrungen nach 138 Betriebsstunden

 

Technische Daten & Austattung

Modell: VOTE VTW-12 Mini-Bagger

Maschinenklasse: ca. 1,2 t

Motor: KOOP KD192FE, luftgekühlter Dieselmotor

Tankvolumen: ca. 5 Liter

Fahrwerk: hydraulisch ausfahrbar, ca. 90–120 cm

Baggerarm: seitlich nach links und rechts schwenkbar

Planierschild: hydraulisch, Winkel verstellbar

Schnellwechsler: vorhanden

Schaufeln: 20 cm, 40 cm und 60 cm

Planierschaufel: 80 cm hydraulische Tilt-Planierschaufel

Weitere Anbaugeräte: hydraulische Greif-/Beisskralle, Reisskralle für Wurzeln und hydraulischer Schlaghammer

Kabine: abnehmbar, Sitz mehrfach verstellbar

Beleuchtung: 2 LED-Arbeitsscheinwerfer auf der Kabine und 1 LED-Arbeitsscheinwerfer am Baggerarm

Weitere Ausstattung: Hupe und nachgerüstete Tankanzeige

Betriebsstunden zum Testzeitpunkt: ca. 138 h

Praxiserfahrungen

Seit März 2025 setzen wir den VOTE VTW-12 Mini-Bagger regelmässig bei echten Garten-, Erd- und Umgebungsarbeiten ein. Nach rund 138 Betriebsstunden können wir inzwischen gut beurteilen, wo seine Stärken liegen, welche Schwächen im Alltag auffallen und wie zuverlässig sich die Maschine im längeren Einsatz schlägt.

Grabkraft & Leistung – Erfahrung nach 138 Betriebsstunden

Die Grabkraft und Leistung des VOTE VTW-12 haben uns für einen Mini-Bagger dieser Grösse positiv überrascht. Für typische Arbeiten rund um Haus und Garten bietet die Maschine ausreichend Kraft.

Nach unserer persönlichen Erfahrung lassen sich Lasten im Bereich von ungefähr 200 kg handhaben. Noch schwerere Steine müssen nicht zwingend angehoben werden. Mit einer Kombination aus Schaufel und Planierschild konnten wir auch grössere Brocken gut bewegen und an die gewünschte Position bringen.

Natürlich kommt ein Mini-Bagger dieser Grösse irgendwann an seine Grenzen. Besonders beim Entfernen grösserer Baumstämme und kräftiger Wurzeln merkt man, dass man mit einer kompakten Maschine arbeitet.

Ein Punkt, den wir bei längeren Einsätzen festgestellt haben, ist die Temperaturabhängigkeit des luftgekühlten KOOP KD192FE. Bei sehr warmem Wetter und hoher Betriebstemperatur ist ein Leistungsverlust spürbar.

Hydraulik & Steuerung – Erfahrung nach 138 Betriebsstunden

Eine der grössten positiven Überraschungen ist für uns die Hydraulik. Die Bewegungen lassen sich sehr fein und kontrolliert steuern. Abrupte oder schwer dosierbare Bewegungen konnten wir bei unserer Maschine nicht feststellen.

Gerade beim Planieren, Greifen oder bei Arbeiten nahe am Haus ist diese präzise Steuerung ein grosser Vorteil. Die Bedienung ist simpel aufgebaut und schnell verständlich.

Bis auf eine Dichtung am Dieseltank war unsere Maschine bisher dicht. An der Hydraulikanlage selbst hatten wir während der bisherigen rund 138 Betriebsstunden keine nennenswerten Probleme.

Fahrwerk & Gelände – Erfahrung nach 138 Betriebsstunden

Das hydraulisch ausfahrbare Fahrwerk nutzen wir sehr häufig. Wenn wir durch enge Stellen rund ums Haus fahren müssen, wird das Fahrwerk eingefahren. Beim eigentlichen Arbeiten fahren wir es wieder aus, um eine möglichst hohe Stabilität zu erreichen.

Auf den verschiedenen von uns getesteten Untergründen hatten wir mit dem Fahrwerk bisher keine grösseren Probleme. Für Arbeiten rund um Haus, Garten und Grundstück ist die Maschine sehr praktisch.

Ein Nachteil zeigt sich bei längeren Fahrstrecken. Der VTW-12 besitzt nur eine Fahrgeschwindigkeit und ist deshalb für längere Wege nicht ideal. Bei unseren typischen Arbeiten spielt das jedoch nur eine untergeordnete Rolle.

Auch das Planierschild ist hydraulisch ausgeführt und lässt sich im Winkel verstellen. Gerade beim Planieren und Positionieren der Maschine ist dies sehr praktisch.

Anbaugeräte – Erfahrung nach 138 Betriebsstunden

Von unseren verschiedenen Anbaugeräten verwenden wir die 40-cm-Schaufel am häufigsten. Sie hat sich für viele unserer normalen Erd- und Grabarbeiten als guter Allrounder erwiesen.

Für Wurzelarbeiten besitzen wir zusätzlich eine einzelne Reisskralle. Gerade beim Freilegen und Bearbeiten von Wurzeln ist dieses einfache Anbaugerät sehr praktisch.

Sehr häufig kommt bei uns auch die hydraulische Greifkralle zum Einsatz. Damit lassen sich unterschiedliche Gegenstände greifen, aufnehmen und versetzen.

Ein hydraulischer Schlaghammer gehört ebenfalls zu unserer Ausstattung. Diesen verwenden wir allerdings bewusst kaum. Die starken Schläge übertragen hohe Belastungen auf Gelenke und Verbindungen der Maschine. Da wir unnötigen Verschleiss vermeiden möchten, verzichten wir nach Möglichkeit auf den Einsatz des Schlaghammers.

Bedienung & Kabine – Erfahrung nach 138 Betriebsstunden

Die Bedienung des VOTE VTW-12 ist einfach und verständlich. Die Hydrauliksteuerung ist übersichtlich aufgebaut und lässt sich nach kurzer Eingewöhnung gut bedienen.

Auch mit einer Körpergrösse von 1,93 m habe ich ausreichend Platz. Der Sitz lässt sich auf verschiedene Arten einstellen, sodass wir mit der Sitzposition bisher keine Probleme hatten.

Die Kabine hat allerdings auch Nachteile. Bei feuchtem Wetter können die Scheiben beschlagen, wodurch sich die Sicht verschlechtert. Auch bei tief stehender Abendsonne kann die Sicht durch die Scheiben eingeschränkt sein.

Ein grosser Vorteil ist dafür die einfache Demontage der Kabine. Ein Kabel ausstecken und vier Schrauben lösen – danach kann die Kabine abgenommen werden. Dadurch wird der Bagger sehr kompakt und kann auch bei Arbeiten mit geringer Raumhöhe eingesetzt werden. Bei uns war das beispielsweise für Arbeiten im Keller sehr praktisch.

Sehr zufrieden sind wir mit der Beleuchtung. Die LED-Arbeitsscheinwerfer sind stark und ermöglichen auch bei schlechten Lichtverhältnissen ein gutes Arbeiten.

Verarbeitung & Qualität – Erfahrung nach 138 Betriebsstunden

Die Verarbeitungsqualität unseres VTW-12 beurteilen wir für eine Maschine aus China als überraschend hoch. Die Schweissnähte sind sauber ausgeführt und auch die Lackierung macht einen guten Eindruck. Unser Bagger wurde auf unseren Wunsch in Schwarz-Weiss gefertigt.

Positiv finden wir ausserdem, dass die Schläuche weitgehend geschützt im Inneren der Maschine geführt werden.

Eine Schwachstelle zeigte sich allerdings am Greifarm. Dieser wurde bei der Arbeit auseinandergedrückt. Ein Metallbauer hat das Bauteil repariert und zusätzlich eine Verstärkung eingeschweisst. Seit dieser Reparatur hatten wir damit keine weiteren Probleme.

Wartung, Reparaturen & Verschleiss – Erfahrung nach 138 Betriebsstunden

Nach rund 138 Betriebsstunden ist die Liste der notwendigen Reparaturen bei unserem VTW-12 überschaubar.

Ein Anlasser ging während unserer bisherigen Nutzung kaputt. In diesem Zusammenhang wurde auch die Batterie beschädigt und musste ersetzt werden. Zusätzlich musste eine Dichtung am Dieseltank ersetzt werden. Auch das Auspuffrohr ist einmal gerissen und musste repariert werden.

Vereinzelt haben wir lockere Schrauben festgestellt. Deshalb kontrollieren wir die Maschine regelmässig und ziehen Schraubverbindungen bei Bedarf nach. Abgesehen vom reparierten und verstärkten Greifarm hatten wir bisher keine weiteren grösseren Probleme.

Besonders wichtig ist das regelmässige Abschmieren. Der Bagger besitzt verschiedene Fettnippel an den beweglichen Gelenken und Bolzen. Eine Fettpresse gehört für uns deshalb zur Grundausstattung. Wir schmieren die entsprechenden Stellen regelmässig ab, um Verschleiss an Bolzen, Buchsen und Gelenken möglichst gering zu halten.

Auch die normale Wartung ist überschaubar. Wir führen einmal jährlich einen Ölwechsel durch, kontrollieren die Filter und überprüfen die Maschine allgemein auf mögliche Probleme oder Verschleiss.

Positiv war bei unserem Bagger der umfangreiche mitgelieferte Ersatzteil- und Werkzeugsatz. Dazu gehörten unter anderem ein Ersatz-Zündschloss, LED-Leuchten, Luftfilter sowie Werkzeug zum Ein- und Austreiben von Bolzen. Gerade bei einer direkt importierten Maschine ist es praktisch, einige wichtige Ersatz- und Verschleissteile bereits vor Ort zu haben.

Auch die laufenden Unterhaltskosten sind nach unserer bisherigen Erfahrung sehr niedrig. Ersatz- und Verschleissteile für solche Maschinen und den KOOP-Motor sind günstig erhältlich. Viele Teile finden wir beispielsweise bei AliExpress, wodurch kleinere Reparaturen finanziell kaum ins Gewicht fallen.

Selbst grössere Reparaturen bleiben vergleichsweise überschaubar. Ein kompletter KOOP-Ersatzmotor ist je nach Anbieter und Ausführung bereits für unter CHF 600 erhältlich. Für uns ist das ein wichtiger Vorteil: Auch wenn nach einigen Jahren einmal eine grössere Reparatur notwendig werden sollte, lässt sich die Maschine mit überschaubaren Kosten weiterbetreiben.

Dieselverbrauch – Erfahrung nach 138 Betriebsstunden

Auch mit dem Kraftstoffverbrauch sind wir zufrieden. Der Dieseltank fasst ungefähr 5 Liter. Je nach Arbeit können wir damit nach unserer Erfahrung etwa 8 bis 12 Betriebsstunden arbeiten.

Das entspricht grob einem Verbrauch von etwa 0,4 bis 0,6 Liter Diesel pro Betriebsstunde. Natürlich hängt der tatsächliche Verbrauch davon ab, wie stark die Maschine während der Arbeit beansprucht wird.

Eine Tankanzeige war bei unserer Maschine nicht vorhanden. Deshalb haben wir selbst eine Tankanzeige nachgerüstet, was sich im täglichen Einsatz als praktische Verbesserung erwiesen hat.

Unsere Erfahrung mit dem Direktimport aus China

Den VOTE VTW-12 haben wir zusammen mit unserem VOTE Mini-Dumper direkt aus China bestellt. Für den Bagger mit Zubehör und den Dumper zusammen bezahlten wir rund CHF 9'500. In diesem Preis waren bei unserem Kauf auch Versand und Verzollung bis vor unsere Haustüre enthalten.

Finanziell hat sich dieser Weg für uns sehr gelohnt. Allerdings war der Bestellprozess nicht immer angenehm. Die Kommunikation mit dem Verkäufer war teilweise sehr träge und das Hin und Her hat einiges an Geduld gekostet. Gleichzeitig hatten wir den Eindruck, dass der Vertrag möglichst schnell abgeschlossen werden sollte.

Unsere wichtigste Erfahrung daraus: Vor einem Direktimport sollte man sämtliche Bedingungen genau und möglichst schriftlich klären. Dazu gehören insbesondere die tatsächlichen Versandkosten, mögliche zusätzliche Gebühren, der genaue Lieferumfang, was beim Transport und bei der Verzollung enthalten ist und welche Route die Lieferung nimmt.

Hier sollte man sich nicht unter Druck setzen lassen. Erst wenn wirklich klar ist, welche Leistungen und Kosten im vereinbarten Preis enthalten sind, würden wir einen Vertrag abschliessen.

Bei uns hat die ganze Geschichte durchaus für einige graue Haare gesorgt – am Ende sind aber beide Maschinen wie bestellt bei uns angekommen.

Einen solchen Direktimport würden wir allerdings nicht jedem empfehlen. Wer wenig handwerkliches Geschick besitzt und bei kleineren technischen Problemen vollständig auf eine Werkstatt angewiesen ist, sollte sich den Kauf gut überlegen. Ein gewisses technisches Verständnis und die Bereitschaft, kleinere Reparaturen, Wartungsarbeiten und Kontrollen selbst durchzuführen, sind aus unserer Sicht klar von Vorteil.

Wer dagegen gerne selbst schraubt, regelmässig kontrolliert und kleinere Probleme eigenständig lösen kann, bekommt mit einer solchen Maschine sehr viel fürs Geld.

VOTE VTW-12 Mini-Bagger – Persönliches Fazit nach 138 Betriebsstunden

Nach rund 138 Betriebsstunden fällt unser persönliches Fazit zum VOTE VTW-12 sehr positiv aus. Rückblickend würde ich den Direktimport und den Kauf der Maschinen wieder genauso machen.

Durch den Direktimport und viel Eigenleistung konnten wir bei unseren Arbeiten sehr viel Geld sparen. Gleichzeitig besitzen wir heute einen Mini-Bagger, den wir nach Abschluss unserer grösseren Arbeiten wieder verkaufen könnten und der für uns weiterhin einen entsprechenden Wert hat.

Interessant war auch die Reaktion unseres Umfelds. Als wir uns für den Direktimport eines Baggers aus China entschieden haben, wurden wir teilweise dafür belächelt. Nachdem die Maschine angekommen war und bei unseren Arbeiten zuverlässig ihren Dienst verrichtete, fragten uns plötzlich mehrere Leute, ob sie den Bagger ebenfalls benutzen oder ausleihen könnten.

Wenn ich den VTW-12 heute nochmals bestellen würde, würde ich fast die gleiche Konfiguration wählen. Eine grössere Änderung würde ich allerdings vornehmen: Statt des luftgekühlten KOOP KD192FE würde ich einen wassergekühlten Kubota-Dieselmotor wählen. Bei hohen Temperaturen ist beim luftgekühlten Motor ein Leistungsverlust spürbar, weshalb der wassergekühlte Motor für mich die bessere langfristige Lösung wäre.

Abgesehen davon würde ich die Maschine wieder genauso ausstatten. Nach 138 Betriebsstunden hat sich der VOTE VTW-12 für unsere Arbeiten als vielseitiger, kompakter und erstaunlich zuverlässiger Mini-Bagger erwiesen. Für uns hat sich das Experiment Direktimport damit klar gelohnt.

Mini Bagger Test – Bilder aus dem Praxistest

VOTE VTW-12 Mini Bagger beim Aushub im Praxistest
VOTE VTW-12 Mini Bagger mit Reisskralle im Praxistest
VOTE VTW-12 Mini Bagger mit Hydraulikhammer im Praxistest