Walle FPV Eagle 2 – 1.6″ Selbstbau-Test mit DJI O4 Lite

 

Walle FPV Eagle 2 1.6 Zoll Selbstbau mit DJI O4 Lite

Walle FPV Eagle 2 Test: Dieser 1.6″-FPV-Copter ist kein fertiges BNF-Modell, sondern mein eigener kompakter Selbstbau mit DJI O4 Lite.

Verbaut sind ein SpeedyBee F405 40A AIO, RCinPower GTS V3 10000KV Motoren und Flywoo 40-mm-Dreiblatt-Propeller. Geflogen wird mit 3S 580-mAh-Akkus.

Für diesen Praxistest bin ich fünf Akkus geflogen und habe Flugzeit, Verbrauch, Restspannung, Handling und Bildqualität dokumentiert. Damit basieren die Ergebnisse auf echten Testflügen und nicht auf Herstellerangaben.

Ein GPS ist ebenfalls verbaut, funktioniert im sehr kompakten Aufbau aktuell jedoch nicht zuverlässig. Deshalb wurde das GPS bei den Messwerten nicht berücksichtigt.

Mein Walle FPV Eagle 2 Setup

 

Frame:

Aufbau:

Flight Controller / ESC:

Motoren:

Propeller:

Videosystem:

Kamera / VTX:

Akku im Test:

Buzzer:

GPS:

Walle FPV Eagle 2 – 1.6″

Selbstbau

SpeedyBee F405 40A AIO

RCinPower GTS V3 10000KV

Flywoo 40 mm Dreiblatt

DJI O4 Lite

mit Schutzhülle

3S 580 mAh

vorhanden

verbaut, aktuell ohne zuverlässige Funktion

Hinweis zum GPS:
Ein GPS-Modul ist verbaut, funktioniert in diesem sehr kompakten Aufbau aktuell jedoch nicht zuverlässig. Verschiedene Positionen und Lösungsansätze wurden bereits getestet. Eine mögliche Ursache sind Störungen durch die dicht verbauten elektronischen Komponenten. Eindeutig bestätigt ist die Ursache bisher jedoch nicht.

Das GPS wurde deshalb bei den fünf Testflügen und der Auswertung nicht berücksichtigt.

5 Testflüge mit 3S 580 mAh

Für den Praxistest bin ich fünf 3S-580-mAh-Akkus geflogen. Dabei habe ich bei jedem Flug Startspannung, Flugzeit, Endspannung, verbrauchte Kapazität sowie meinen Eindruck vom Handling und der DJI-O4-Lite-Bildqualität festgehalten.

Die Flüge wurden bewusst als normale Praxisflüge durchgeführt und nicht auf maximale Flugzeit optimiert.

Flug Start Flugzeit Ende Verbrauch Handling O4 Bild
1 4.11 V 4:03 min 3.57 V 390 mAh 4/5 5/5
2 4.08 V 4:10 min 3.45 V 450 mAh 4/5 5/5
3 4.06 V 3:30 min 3.48 V 420 mAh 3/5 5/5
4 4.10 V 3:50 min 3.52 V 370 mAh 5/5 5/5
5 4.13 V 3:35 min 3.44 V 353 mAh 3/5 5/5

Testergebnis auf einen Blick

Ø Flugzeit:

Längster Flug:

Kürzester Flug:

Ø Verbrauch:

Ø Handling:

DJI O4 Lite Bild:

Ø Restspannung:

Ø genutzte Kapazität:

3:50 min

4:10 min

3:30 min

397 mAh

3.8 / 5

5 / 5

3.49 V/Zelle

ca. 68 % von 580 mAh

Flugverhalten und Handling

Der Walle FPV Eagle 2 fühlt sich durch seine kompakte 1.6″-Bauweise sehr agil und direkt an. Mit den 10000KV-Motoren und den 40-mm-Dreiblatt-Propellern macht der kleine Copter vor allem bei kurzen, dynamischen Flügen viel Spass.

Das Handling habe ich bei den fünf Testflügen zwischen 3/5 und 5/5 bewertet. Der beste Flug war Flug 4 mit 5/5. Dabei hat der Copter sehr schön funktioniert – und gleichzeitig hatte ich während des Fluges eine besondere Begegnung mit drei Milanen.

Die 3S-580-mAh-Akkus passen für diese Art von kurzen Spassflügen gut zum Setup. Wer jedoch möglichst lange Flugzeiten sucht, ist bei diesem kleinen Build nicht am richtigen Ort. Der Schwerpunkt liegt klar auf einem kompakten Copter mit agilem Flugverhalten und DJI-O4-Lite-Bild.

DJI O4 Lite im Praxistest

Die DJI O4 Lite ist für mich eines der Highlights dieses kleinen Builds. Trotz der sehr kompakten 1.6″-Bauweise bekomme ich damit ein digitales FPV-Bild, das bei allen fünf Testflügen überzeugt hat.

Die Bildqualität habe ich bei jedem Flug mit 5/5 bewertet. Besonders interessant waren unterschiedliche Lichtverhältnisse sowie schnelle Richtungswechsel und bodennahe Passagen. Auch hier lieferte die O4 Lite ein für diesen kleinen Copter sehr gutes Ergebnis.

Kamera und VTX habe ich zusätzlich mit Schutzhüllen versehen. Das erhöht zwar etwas das Gewicht, war mir bei einem so kompakten Selbstbau aber wichtiger als jedes letzte Gramm einzusparen.

Für wen eignet sich der Walle FPV Eagle 2?

Durch seine sehr kompakte 1.6″-Bauweise eignet sich der Walle FPV Eagle 2 besonders für FPV-Piloten, die nur wenig Platz zum Fliegen haben. Auch in einem kleineren Garten lässt sich der Copter gut einsetzen.

Interessant finde ich den Walle auch für Reisen. Mit rund 130 g Abfluggewicht benötigt er kaum Platz und lässt sich zusammen mit einigen kleinen 3S-Akkus problemlos mitnehmen.

Trotz seiner geringen Grösse fühlt sich der Copter nicht schwach an. Die RCINPOWER 1003 10000KV Motoren bieten an 3S genügend Leistungsreserven und der Walle lässt sich agil, gleichzeitig aber auch präzise fliegen.

40-mm-Propeller: vor jedem Flug kontrollieren

Ein wichtiger Punkt beim Walle FPV Eagle 2 sind die kleinen 40-mm-Propeller mit 1.5-mm-Aufnahme. Die Propeller werden bei diesem Setup nicht mit einer Schraube gesichert, sondern direkt auf die Motorwelle gesteckt.

Dadurch sollte vor jedem Flug kontrolliert werden, ob alle vier Propeller noch fest und vollständig auf den Motorwellen sitzen. Gerade bei einem kleinen und leistungsstarken 3S-Copter möchte ich mich nicht darauf verlassen, dass ein Propeller nach mehreren Flügen noch genauso fest sitzt wie beim Aufstecken.

Für mich ist das einer der grössten Nachteile dieses 1.6″-Setups. Eine verschraubte Propellerbefestigung würde ich persönlich klar bevorzugen.

Gewicht optimieren: nächster Test mit 3S 680 mAh

Mit rund 130 g Abfluggewicht ist der Walle FPV Eagle 2 zwar sehr leicht, bei einem 1.6″-Copter zählt jedoch jedes einzelne Gramm.

Bei den bisherigen Testflügen mit 3S 580 mAh lag die Flugzeit zwischen 3:30 und 4:10 Minuten. Für mich ist das eher kurz, deshalb möchte ich das Setup noch weiter optimieren.

Als Nächstes werde ich versuchen, Gewicht einzusparen. Dazu gehören unter anderem das Aluminium-Case der DJI O4 Lite sowie eine kleinere und leichtere Antenne.

Anschliessend möchte ich den Walle mit einem 3S 680-mAh-Akku testen. Ziel ist herauszufinden, ob sich durch die Kombination aus geringerem Gewicht und etwas mehr Akkukapazität eine spürbar längere Flugzeit erreichen lässt, ohne das Flugverhalten des kleinen Copters zu verschlechtern.

Die Ergebnisse werde ich nach dem nächsten Praxistest hier ergänzen.

Lautstärke und Klang

Durch seine geringe Grösse ist der Walle FPV Eagle 2 insgesamt nicht besonders laut. Der Klang der kleinen 40-mm-Dreiblatt-Propeller ist allerdings deutlich schrill und hochfrequent.

Gerade bei höheren Drehzahlen fällt dieser typische kleine FPV-Copter-Klang deutlich auf. Im direkten Vergleich empfinde ich beispielsweise den Klang meines GEPRC Tern LR40 als angenehmer.

Die Lautstärke selbst sehe ich beim Walle deshalb weniger als Problem – der schrille Klang ist eher eine Frage des persönlichen Empfindens.

Würde ich den Walle FPV Eagle 2 nochmals bauen?

Nach meinen bisherigen Erfahrungen würde ich den Walle FPV Eagle 2 heute nicht nochmals genau so bauen.

Der kleine 1.6″-Copter ist ein cooles Gimmick und macht Spass. Er ist extrem kompakt, lässt sich agil und gleichzeitig präzise fliegen und die DJI O4 Lite liefert eine sehr gute Bildqualität.

Für mich überwiegen langfristig aber die Nachteile des sehr kleinen Aufbaus. Die Flugzeit von rund 3.5 bis 4 Minuten ist eher kurz, bei der Gewichtsoptimierung zählt praktisch jedes Gramm und die nicht verschraubten 40-mm-Propeller müssen regelmässig kontrolliert werden.

Wenn ich heute nochmals einen sehr kleinen FPV-Copter aufbauen würde, würde ich deshalb eher in Richtung 2″ gehen und dabei auf verschraubte Propeller achten.

Trotzdem bereue ich den Bau nicht. Der Walle ist ein interessanter kleiner Copter und hat mir gezeigt, was mit einem 1.6″-Setup und DJI O4 Lite möglich ist.

Was kostet mein Walle FPV Eagle 2?

Da es sich beim Walle FPV Eagle 2 um einen Selbstbau handelt, setzt sich der Preis aus den einzelnen Komponenten zusammen.

Verbaut habe ich unter anderem einen SpeedyBee F405 40A AIO, RCINPOWER 1003 10000KV Motoren, DJI O4 Lite, einen ELRS-Empfänger sowie verschiedene Schutzteile und Zubehör.

Eine genaue Komponentenliste mit den von mir verwendeten Teilen und passenden Bezugsquellen findest du auf meiner separaten Seite „Ersatzteile & Komponenten“.

Dort halte ich auch Änderungen am Setup aktuell, wenn ich beispielsweise Gewicht reduziere oder einzelne Komponenten austausche.

 

👉Ersatzteile & Komponenten

Mein Fazit zum Walle FPV Eagle 2

Der Walle FPV Eagle 2 zeigt für mich sehr gut, was heute selbst mit einem winzigen 1.6″-FPV-Copter möglich ist. Die RCINPOWER 1003 10000KV Motoren bieten an 3S genügend Leistungsreserven und der Copter lässt sich sehr agil, gleichzeitig aber auch erstaunlich präzise fliegen.

Besonders überzeugt hat mich die DJI O4 Lite. Bei allen fünf Testflügen habe ich die Bildqualität mit 5/5 bewertet. Mit durchschnittlich 3:50 Minuten Flugzeit bei 3S 580 mAh bleibt die Flugzeit für meinen Geschmack allerdings eher kurz.

Dazu kommen die typischen Kompromisse eines so kleinen Builds: Jedes Gramm zählt, der Aufbau ist sehr eng und die nicht verschraubten 40-mm-Propeller müssen vor dem Flug kontrolliert werden.

Für kleine Gärten, wenig Platz oder als extrem kompakter Reise-Copter ist der Walle trotzdem interessant. Genau hier spielt die geringe Grösse ihre Stärke aus.

Würde ich ihn heute nochmals bauen? Nein – ich würde inzwischen eher einen 2″-Copter mit verschraubten Propellern wählen. Trotzdem bereue ich den Bau nicht. Der Walle ist ein cooles kleines Gimmick und ein spannender Selbstbau, mit dem ich viel Erfahrung gesammelt habe.

Ganz abgeschlossen ist der Test noch nicht: Als Nächstes möchte ich Gewicht einsparen und einen 3S 680-mAh-Akku testen. Danach werde ich diesen Praxistest mit den neuen Messwerten ergänzen.

Testbedingungen & Transparenz

Dieser Test basiert auf meinen eigenen Erfahrungen mit meinem selbst aufgebauten Walle FPV Eagle 2.

Für die erste Messreihe bin ich am 19.09.2026 insgesamt fünf Testflüge mit 3S 580-mAh-Akkus geflogen. Flugzeit, Verbrauch, Restspannung und meine Bewertungen zum Handling und zur Bildqualität stammen direkt aus diesen Flügen und sind keine Herstellerangaben.

Der Test wird weitergeführt. Geplant sind eine Gewichtsoptimierung sowie weitere Flüge mit 3S 680 mAh. Neue Messwerte und Änderungen am Setup werde ich auf dieser Seite ergänzen.

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